Für einen Ausbildungsplatz bewirbst du dich oft schon ein Jahr vor dem Start, also noch während der Schulzeit. Im Lebenslauf zählt deshalb, was du bis dahin für deinen Wunschberuf getan hast: Praktika, passende Fächer, Nebenjobs.
Tabellarischer Lebenslauf für die Ausbildung: Muster
Sophie ist in der 10. Klasse und möchte Tischlerin werden. Ihr Lebenslauf passt auf eine Seite und zeigt, warum sie sich für dieses Handwerk entschieden hat:
Sophie Neumann
Dresden, Deutschland
sophie.neumann@gmail.com · 0176 00000000
Kurzprofil
Schülerin der 10. Klasse mit Freude an Holz und genauer Handarbeit. Im Schülerpraktikum in einer Tischlerei habe ich gemerkt, dass ich diesen Beruf lernen möchte.
Schulbildung
Seit 08/20XX · Oberschule am Elbufer, Dresden
10. Klasse, Realschulabschluss voraussichtlich 07/20XX
- Gute Noten in Technik (1) und Mathematik (2)
- Neigungskurs „Holzwerkstatt“: Bau eines Regals für die Schulbibliothek
08/20XX – 07/20XX · Grundschule an der Weißeritz, Dresden
Praktische Erfahrung
03/20XX · Schülerpraktikum (2 Wochen), Tischlerei Lange, Dresden
- Bretter zugeschnitten, geschliffen und geölt
- Beim Einbau einer Küche beim Kunden mitgearbeitet
- Werkstatt aufgeräumt und Maschinen gereinigt
Seit 09/20XX · Aushilfe im Baumarkt (Minijob, samstags), Dresden
- Ware in der Holzabteilung eingeräumt und Kundschaft den Weg gezeigt
Kenntnisse
Werkstatt: Stichsäge, Akkuschrauber und Schleifmaschine
Sprachen: Deutsch (Muttersprache), Englisch (B1)
EDV: Word, Grundkenntnisse in SketchUp
Interessen
- Möbel aus alten Paletten bauen
- Volleyball im Verein seit 20XX
Dresden, 12.09.20XX · Sophie Neumann
So zeigst du, dass der Ausbildungsberuf zu dir passt
Als künftige oder künftiger Azubi hast du meist noch keine Berufserfahrung. Wichtig ist deshalb, ob du dich schon mit dem Beruf beschäftigt hast. Konkrete Angaben sagen dabei mehr als eine Überschrift:
So nicht:
Praktikum in einer Tischlerei.
Besser so:
Schülerpraktikum (2 Wochen), Tischlerei Lange: Bretter zugeschnitten und beim Einbau einer Küche mitgearbeitet.
Wähl auch Fächer und Hobbys nach dem Beruf aus. Für eine kaufmännische Ausbildung passen Mathe, Wirtschaft und Erfahrung mit Excel, für einen Pflegeberuf eher Ehrenamt oder die Betreuung von Kindern. Vorlagen für einzelne Berufe findest du bei den Lebenslauf-Vorlagen nach Beruf.
Passende Vorlagen für deinen Weg in den Beruf
Häufige Fragen zum Lebenslauf für die Ausbildung
Passt die Vorlage für jeden Ausbildungsberuf?
Ja. Die Word-Datei ist für eine Ausbildung zum Industriekaufmann ausgefüllt. Ersetz die Berufsbezeichnung in der Kopfzeile und die Beispielangaben durch deine eigenen; die Rubriken passen zu kaufmännischen, handwerklichen und sozialen Berufen.
Wie lang darf der Lebenslauf für die Ausbildung sein?
Meist reicht eine Seite. Mit Abitur, mehreren Praktika oder einem abgebrochenen Studium können es auch zwei werden.
Gehört die Grundschule in den Lebenslauf?
Direkt nach der Schule kannst du sie in einer Zeile nennen, Pflicht ist das nicht. Mit Abitur oder Berufserfahrung lässt du sie meist weg.
Wie gebe ich eine abgebrochene Ausbildung oder ein abgebrochenes Studium an?
Ehrlich und kurz: mit Zeitraum, Betrieb oder Hochschule und dem Zusatz „nicht abgeschlossen“. Den Grund musst du im Lebenslauf nicht erklären, im Vorstellungsgespräch solltest du ihn aber sachlich nennen können.







