In Stellenanzeigen steht heute oft „Pflegefachkraft“ oder „Pflegefachfrau“, im Alltag sagen viele noch „Krankenschwester“. Gemeint ist derselbe Beruf: Im Lebenslauf zählen vor allem dein Fachbereich, deine Stationen und deine Weiterbildungen.
Lebenslauf Krankenschwester: Beispiel mit Fachweiterbildung
Sarah arbeitet seit sechs Jahren in der Pflege, die letzten drei auf einer Intensivstation. In ihrem Lebenslauf steht bei jeder Station, welcher Fachbereich und wie viele Betten es waren:
Sarah Lehmann
Hamburg, Deutschland
sarah.lehmann@gmail.com · 0151 00000000
Kurzprofil
Gesundheits- und Krankenpflegerin mit sechs Jahren Berufserfahrung, davon drei auf einer internistischen Intensivstation. Fachweiterbildung Intensiv- und Anästhesiepflege, Praxisanleiterin für Auszubildende.
Berufserfahrung
Gesundheits- und Krankenpflegerin, Internistische Intensivstation (12 Betten)
Klinikum am Elbufer, Hamburg · 04/20XX – heute
- Pflege und Überwachung beatmeter Patientinnen und Patienten
- Assistenz bei Intubation, ZVK-Anlage und Reanimation
- Praxisanleitung von Auszubildenden im Stationseinsatz
Gesundheits- und Krankenpflegerin, Innere Medizin (32 Betten)
Klinikum am Elbufer, Hamburg · 10/20XX – 03/20XX
- Grund- und Behandlungspflege, Medikamentengabe nach ärztlicher Anordnung
- Wundversorgung nach Expertenstandard, Pflegedokumentation im KIS
Aus- und Weiterbildung
Fachweiterbildung Intensiv- und Anästhesiepflege (DKG) · 20XX – 20XX
Weiterbildung Praxisanleitung (300 Stunden) · 20XX
Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin, Pflegeschule am Klinikum am Elbufer, Hamburg · 10/20XX – 09/20XX
Examen mit der Note 1,7
Kenntnisse
Fachlich: Beatmungstherapie, Monitoring, Perfusoren, Reanimation (ALS-Kurs 20XX)
EDV: Pflegedokumentation im KIS, MS Office
Sprachen: Deutsch (Muttersprache), Englisch (B1)
Hamburg, 20.10.20XX · Sarah Lehmann
Kommst du gerade aus der Ausbildung, stellst du statt der Berufsjahre deine Praxiseinsätze nach vorn:
Kurzprofil für Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger
Pflegefachfrau mit Examen 09/20XX (Note 2,0). Praxiseinsätze in Chirurgie, Pädiatrie und ambulanter Pflege; besonderes Interesse an der Unfallchirurgie, in der ich meinen Vertiefungseinsatz gemacht habe.
Krankenschwester oder Pflegefachfrau: Welche Bezeichnung gehört in den Lebenslauf?
Die Berufsbezeichnung hat sich zweimal geändert. In den Lebenslauf gehört die Bezeichnung von deiner Urkunde, und die hängt davon ab, wann du die Ausbildung begonnen hast:
| Ausbildung begonnen | Berufsbezeichnung auf der Urkunde |
|---|---|
| vor 2004 | Krankenschwester / Krankenpfleger |
| 2004 bis 2019 | Gesundheits- und Krankenpflegerin / Gesundheits- und Krankenpfleger |
| seit 2020 (Pflegeberufegesetz) | Pflegefachfrau / Pflegefachmann |
Ältere Erlaubnisse bleiben gültig, das regelt § 64 Pflegeberufegesetz. Du musst deine Bezeichnung also nicht ändern. Auf Antrag gibt es inzwischen auch geschlechtsneutrale Bezeichnungen wie „Pflegefachperson“.
„Pflegefachkraft“ ist kein eigener Titel, sondern der Oberbegriff aus vielen Stellenanzeigen. Du kannst ihn oben unter deinem Namen verwenden, wie in unserer Vorlage; bei Ausbildung und Stationen steht die genaue Bezeichnung.
Kenntnisse und Fähigkeiten im Lebenslauf einer Krankenschwester
Für Kliniken und Pflegedienste sind vor allem überprüfbare Kenntnisse interessant. Diese Angaben lohnen sich:
- Fachbereiche: Station und Bettenzahl, etwa „Unfallchirurgie (28 Betten)“.
- Weiterbildungen: zum Beispiel Intensiv- und Anästhesiepflege, Praxisanleitung oder Wundexpertin ICW.
- Geräte und Dokumentation: Beatmung, Perfusoren, Monitoring und das Dokumentationssystem deiner Klinik.
- Kurse und Nachweise: Reanimationstrainings, Hygieneschulungen, Fortbildungen zu Expertenstandards.
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Häufige Fragen zum Lebenslauf als Krankenschwester
Gehört die Examensnote in den Lebenslauf?
Das ist freiwillig. Eine gute Note kannst du nennen, wichtiger ist das Datum des Examens. Die Urkunde über die Berufsbezeichnung legst du der Bewerbung meist als Kopie bei.
Wie stelle ich die Praxiseinsätze aus der Ausbildung dar?
Als Berufseinsteigerin oder Berufseinsteiger listest du sie unter der Ausbildung auf: Fachbereich, Einrichtung und Dauer, etwa „Chirurgie, Klinikum Musterstadt, 8 Wochen“. Den Vertiefungseinsatz kannst du hervorheben.
Ich bewerbe mich um eine Pflegeausbildung. Welche Vorlage passt?
Nimm dann die Vorlage für den Lebenslauf zur Ausbildung: Dort stehen Schule und Praktika im Mittelpunkt. Ein Praktikum oder ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Pflege gehört dann unter die praktische Erfahrung.
Wie gebe ich eine Pause oder Elternzeit an?
Mit Zeitraum und kurzem Hinweis, zum Beispiel „Elternzeit“. Hast du für den Wiedereinstieg einen Auffrischungskurs besucht, gehört er unter die Weiterbildungen.








